Raya Badraun

Sportjournalistin

Mit Hungerkur und List zum Erfolg

Manchmal ist der Wunsch nach einer Medaille so gross, dass Sportler alles dafür tun. Kunstturner riskieren mit spektakulären Sprüngen eine Verletzung. Im Ringen hungern sich die Athleten in tiefere Gewichtsklassen, damit sie bessere Chancen haben. Und manche Athleten treten gar unter Schmerzen an. Die Olympischen Spiele finden schliesslich nur alle vier Jahre statt. Für einige Sportler ist Rio deshalb die erste und letzte Chance. Zudem zählen nur Medaillen, und manchmal ist allein der Sieg gut genug. Oft fliessen deshalb sogar bei den Silbermedaillengewinnern die Tränen. So gibt es immer wieder Athleten, die zu unerlaubten Mitteln greifen. Damit ist nicht nur Doping gemeint. Beim Langstreckenschwimmen im offenen Gewässer drückte Aurélie Muller ihre Gegnerin Rachele Bruni kurz vor dem Ziel unter Wasser. So sicherte sie sich Silber. Freuen konnte sich die Französin jedoch nur kurz. Wegen ihrer Tat stand sie am Ende ganz ohne Medaille da.

Diese Kolumne erschien im „St. Galler Tagblatt“ während den Olymischen Spielen in Rio de Janeiro.

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